🌌Wie ich dieses 24-Bilder-Milchstraßen-Panorama aufgenommen habe
Hallo Freunde, dies ist die vierte Ausgabe unserer User Story-Reihe.
Heute präsentieren wir die Arbeit von Harufumi Haga (IG @ruizu3).
Milchstraßen-Panorama über dem Scenic Rim, Australien
Der Scenic Rim, etwa 1,5 Stunden von Brisbane, Australien, entfernt, ist eines meiner Lieblingsziele für Astrofotografie mit außergewöhnlich dunklem Bortle-2–3-Himmel.
Auf der Südhalbkugel können wir das ganze Jahr über zwei unterschiedliche Ausrichtungen des Milchstraßenbogens beobachten.
Der erste Bogen zeigt nach Süden und ist von etwa Februar bis Juli sichtbar, während der zweite nach Westen zeigt und von Mai bis Oktober zu sehen ist.
Da die Saison für den südlichen Bogen zu Ende ging, fuhr ich zum Scenic Rim, um ihn einzufangen und gleichzeitig einen neu erworbenen Clip-in-Filter zu testen.

Für dieses Bild habe ich ein achtteiliges, nachgeführtes Panorama mit dem Move Shoot Move Nomad aufgenommen.
Jedes Segment bestand aus drei gestapelten Belichtungen, was insgesamt 24 nachgeführte Bilder für den Himmel ergab.
Der Vordergrund wurde nach Mondaufgang separat als Panorama aus neun Segmenten fotografiert.
Nach der Bildbearbeitung war ich beeindruckt, wie viel H-Alpha-Emission der Filter trotz Verwendung einer nicht astro-modifizierten Kamera offenbarte.
Die roten Emissionsnebel stachen wunderschön hervor, während subtiler grüner und oranger Luftleuchten Farbe und Atmosphäre in die Szene brachten. Zusammen halfen sie, die Größe und Schönheit des Milchstraßenbogens der Südhalbkugel zu zeigen.
Tipps:
1. Verwenden Sie den richtigen Drehpunkt für Panoramen
Beim Fotografieren von Panoramen ist es wichtig, sich um die Eintrittspupille des Objektivs (oft als Nodalpunkt bezeichnet) zu drehen und nicht um den Kamerakörper selbst. Andernfalls können nahe Vordergrundelemente aufgrund von Parallaxenfehlern nicht korrekt zusammengesetzt werden.
Ein Positionierungsbügel erleichtert dies und ermöglicht zudem das Drehen der Kamera zwischen Quer- und Hochformat.
Ich finde es unglaublich nützlich für Landschafts-Astrofotografie und Deep-Sky-Aufnahmen.
2. Nivellierung ist entscheidend
3. Präzisen Fokus erreichen
Der MSM Star Focus Filter ist ein praktisches Werkzeug, um einen präzisen Fokus auf Sterne zu erzielen. Bei Objektiven ab etwa 20 mm oder länger zeigt er klar an, ob der Fokus sitzt, was hilft, Details sowohl bei Sternen als auch bei Nebeln zu maximieren.
4. Alternative Optionen für einen Keil
Wenn Sie bereits einen 2-Wege-Neiger oder einen 3-Wege-Getriebeneiger besitzen, können diese oft als Alternative zu einem speziellen Keil verwendet werden.
In meinem Setup verwende ich eine Schwenkplatte unter dem Keil. Da diese jedoch mit der Nivellierschale des Stativs interferieren und den Zugang zum Schwenkknopf einschränken kann, habe ich einen Abstandshalter dazwischen gesetzt, um ausreichend Freiraum zu schaffen.
Ausrüstungsliste
- Sony α6400 (nicht astro-modifiziert)
- Tamron 11–20mm F2.8
- MSM Star Focus Filter
- STC Multispektral Clip-in Filter
- Star Glow Filter
- INNOREL RT80C Stativ mit Nivellier-Schale
- NiSi Positionierungsbügel
- MSM Kugelkopf
- Fittest DH-55H Panorama-Indexier-Rotator
- MSM V-Mount
- Move Shoot Move Nomad
- MSM Wedge+ Schwenkplatte
