Der Tajinaste, der zur Milchstraße emporragt
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< User Story·Vol.15 >
8 Min. Lesezeit
Willkommen zur fünfzehnten Ausgabe unserer User-Story-Reihe.
Diesmal reisen wir nach La Palma auf den Kanarischen Inseln, wo Roxana (@flory.ro) hat am 20. Juni die atemberaubende Milchstraße unter einem der dunkelsten Himmel Europas aufgenommen.
✨ Tajinaste, die sich der Milchstraße entgegenstreckt
Hallo zusammen, hier ist eine weitere Geschichte aus der Move-Shoot-Move-User-Story-Reihe.
Ich habe dieses Bild am 20. Juni auf La Palma auf den Kanarischen Inseln aufgenommen – einem der besten Orte Europas für Astrofotografie, dank des außergewöhnlich dunklen Himmels.
Ich wollte eine kraftvolle Komposition mit deutlich sichtbarem galaktischem Zentrum und einer klaren Trennung zwischen Himmel und Boden.
Nachdem ich die Gegend am Vortag erkundet hatte, entschied ich mich für den Mirador de los Andenes, der einen freien Blick in Richtung Zentrum der Milchstraße bietet. In dieser Nacht bedeckte ein Meer aus tiefen Wolken die darunterliegenden Dörfer und schuf eine magische, klare Atmosphäre.
Am Tag zuvor war mir direkt unterhalb des Aussichtspunkts eine wunderschöne Tajinaste aufgefallen, und ich wusste sofort, dass sie das perfekte Vordergrundmotiv sein würde. Ihre hohe, schlanke Form schien geradezu dafür geschaffen, sich der Milchstraße entgegenzustrecken.
In der ersten Nacht wehte jedoch ein starker Wind. Ich konnte den Himmel fotografieren, aber für die Aufnahme der Tajinaste war eine Belichtungszeit von mindestens zwei Minuten erforderlich, und der Wind bewegte sie zu stark.
Ich fotografiere Vordergründe nachts lieber als während der Blauen Stunde, weil ich die authentische Atmosphäre der tiefen Nacht bewahren möchte, in der die Sterne die Vegetation sanft beleuchten.
Zum Glück ließ der Wind am folgenden Abend vollständig nach. Die Bedingungen waren perfekt.
📷 Aufnahmetechnik
Für den Himmel nahm ich ein kleines Panorama aus zwei Einzelbildern auf, die jeweils aus drei 120-sekündigen Aufnahmen bei ISO 1600 und f/2.8 bestanden.
Für die H-Alpha-Daten verwendete ich den Star Adventurer GTi mit dem Laser-Polausrichtungsset und einem Astronomik-Clip-in-Filter mit 12 nm. Ich nahm 15 Bilder auf, jeweils 120 Sekunden lang, bei ISO 3200 und f/2.8.
Für die Tajinaste habe ich eine einzelne 120-sekündige Aufnahme mit denselben Einstellungen gemacht, sodass die Sterne die Pflanze auf natürliche Weise beleuchten konnten.
🪄 Nachbearbeitung
Ich begann mit dem Stacking der Himmelsbilder in Starry Landscape und setzte die Bearbeitung anschließend in PixInsight und Photoshop fort.
Für die H-Alpha-Daten erstellte ich aus den 15 Aufnahmen ein Masterbild und registrierte es anschließend mithilfe des Prozesses „Registrieren“ am RGB-Bild. Danach mischte ich das H-Alpha-Masterbild mit den RGB-Daten, um die Emissionsstrukturen in der Milchstraße hervorzuheben und gleichzeitig ein insgesamt natürliches Erscheinungsbild zu bewahren.
Zum Schluss habe ich ArtPanel Pro für den finalen Zusammenbau und den letzten Schliff verwendet.
Was ich an diesem Foto am meisten liebe, ist die natürliche Ausrichtung zwischen Himmel und Boden. Die Tajinaste scheint sich zur Milchstraße emporzustrecken, fast so, als wolle sie sie berühren.
Sie erinnern mich an Sonnenblumen, die tagsüber der Sonne folgen. Für mich sind diese Tajinasten wie stille Wächter der Sterne, die über den Nachthimmel der Insel wachen.
💡 Tipps
1.Den Vordergrund sorgfältig planen
Besonders bei hohen Pflanzen wie der Tajinaste ist es wichtig, sie tagsüber zu finden und die Umgebung zu erkunden. Wind kann beim Fotografieren mit langen Belichtungszeiten in der Nacht der größte Feind sein.
2.Bei Wind die Tajinaste während der blauen Stunde fotografieren
Wenn der Wind nachts keine langen Belichtungszeiten zulässt, kann es besser sein, den Vordergrund während der blauen Stunde zu fotografieren und die Bilder anschließend in der Nachbearbeitung zusammenzufügen.
3.Den Tracker auch für einfache Kompositionen verwenden
Selbst bei einem kleinen Panorama aus nur zwei Bildern machte es der Nomad leicht, die Sterne 120 Sekunden lang ohne Sternspuren nachzuführen.
4.Geduld zahlt sich aus
Manchmal muss man einfach auf die richtige Nacht warten. Der Unterschied zwischen windigen Bedingungen und völliger Windstille war für dieses Bild entscheidend.

Ausrüstungsliste |
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Kamera |
Canon EOS R |
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Objektiv |
Sigma 24 mm f/1.4 |
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Tracker |
Move Shoot Move NOMAD |
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Wedge |
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Zubehör |
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Polausrichtung |
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Filter |
Astronomik 12 nm Clip-in-Filter |
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